(SKFM DV) Als Anerkennung für ihre verantwortungsvolle Arbeit waren am 14. Dezember ehrenamtliche rechtliche Betreuer des SKFM Diözesanvereins ins Feuerbachhaus in Speyer eingeladen.

Die Kuratorin des Museums, Mira Hofmann, gestaltete eigens für den SKFM eine Führung durch die Ausstellung der Feuerbach-Werke.

Zunächst erfuhren die Teilnehmer einiges über die berühmte Familie des Künstlers. Im Stammbaum des Malers finden sich bekannte Persönlichkeiten aus Archäologie, Philosophie und Politik.

Der Maler Anselm Feuerbach wurde 1829 in Speyer geboren und absolvierte seine Ausbildung in diversen europäischen Städten. Überrascht zeigten sich die Teilnehmer der Führung darüber, dass Feuerbach im Alter von 15 Jahren die Schule abbrach – und das als Sohn eines Lehrers. Offensichtlich erkannte der Vater sein künstlicheres Talent und förderte es.

Frau Hofmann erläuterte anschaulich die Entwicklung des Künstlers und konnte anhand der Ausstellungsstücke differenzierte Aspekte seines Schaffens erläutern. Sie gewährte auch Einblicke in seine Persönlichkeit und seine Familie. Dabei lauschten die Teilnehmer unter anderem ihren Schilderungen zum „Management“ des Künstlers, das seine Stiefmutter Henriette für ihn durchführte. Dem Geist der Zeit entsprechend hatte sie als Frau dezent im Hintergrund zu agieren, hielt aber auf ihre ganz eigene Art die Fäden fest in der Hand. Zeit Lebens hatte Feuerbach ein vertrauensvolles Verhältnis zu ihr. Auch seine Schwester Emilie malte und dichtete, wurde aber nicht so ausgiebig gefördert wie ihr Bruder.

Im Anschluss an die Führung bestand für die ehrenamtlichen Betreuer die Möglichkeit zu einem Erfahrungsaustausch in einem Speyerer Lokal. Einige nahmen das Angebot an und so konnte der Abend in gemütlicher Runde ausklingen und die Betreuer auch einige Herausforderungen ihrer Betreuungsführung besprechen.

 

Kuratorin Mira Hofmann und die Teilnehmer während der Führung. Außerdem das Feuerbachhaus als Außenansicht